EndoStim ist ein ebenfalls zur Antirefluxtherapie in Deutschland zugelassenes System und kann als Alternative zur laparoskopischen Fundoplikatio verwendet werden.

Prinzip:

Das EndoStim-System besteht aus einem Stimulator (ähnlich einem Herzschrittmacher) und zwei Elektroden, die  laparoskopisch („Schlüssellochchirurgie“) am Speiseröhre-Magen-Übergang platziert werden. Das Gerät wird in der Unterhaut des Bauches, knapp über Nabelhöhe, positioniert  und gibt dann elektrische Impulse ab, die zu einer Verbesserung oder sogar Normalisierung des Verschlussmechanismus gegen den Reflux führen. Die schwachen Impulse sind vom Patienten nicht zu spüren.

Ergebnisse:

Das prinzipielle Funktionieren des Verfahrens ist bereits in mehreren Studien (klinische Anwendungsbeobachtungen) belegt. EndoStim reduziert oder beseitigt den gastroösophagealen Reflux, sowohl subjektiv (Beseitigung der Symptome, Verbesserung der Lebensqualität) als auch objektiv (Abheilung einer Refluxösophagitis, Verminderung der Säurebelastung in der Speiseröhre) und scheint zudem besonders gut  bei extraösophagealen Refluxmanifestationen zu wirken.

Der höchstrangigste wissenschaftliche Vergleich mit dem Standardverfahren (laparoskopische Fundoplikatio nach Toupet steht allerdings bislang aus. Diese Studie (prospektiv randomisierte Studie EndoStim vs. Fundoplikatio) wird aktuell von unserem Würzburger Reflux-Zentrum initiiert (Haupt-Studienleiter: Prof. Dr. Burkhard H. A. von Rahden).