Stellenwert:

Die laparoskopische Fundoplikatio nach Toupet stellt aktuell das Standardverfahren zur Behandlung der gastroösophagealen Refluxkrankheit dar. Sie hat sich – nach aktueller Datenlage  – gegenüber der hinsichtlich des Nebenwirkungsprofils unterlegenen Fundoplikatio nach Nissen durchgesetzt.

Prinzip:

  • Auf dem Wege der „Schlüssellochchirurgie“ (laparoskopisch) wird der mobilste Teil des oberen Magens (Fundus) als Kragen hinten um die Speiseröhre geführt. So entsteht eine 270-Grad Manschette .
  • Zuvor wird stets eine zumeist gleichzeitig bestehende Hiatushernie durch „Hiatoplastik“ behandelt.

Wirkung:

Die Fundoplikatio minimiert den gastroösophagealen Reflux und beseitigt in den meisten Fällen die Symptome der GERD. In der Regel verspürt der Patient sofort nach der Operation kein Sodbrennen mehr.

Nebenwirkungen:

Fundoplikatio-typische Nebenwirkungen sind

  • Postoperative Schluckstörung (Dysphagie)
  • Unfähigkeit aufzustoßen/ zu rülpsen
  • Gasbeschwerden (Geblähtsein)

Diese Nebenwirkungen sind zwar seltener bei Verwendung der durch uns bevorzugten und nach Datenlage diesbezüglich überlegenen Toupet-Fundoplikatio im Vergleich zur Nissen-Fundoplikatio. Trotzdem muss man mit etwa 7% Dysphagie, 3 bis 23%  Gasbeschwerden und  einer gewissen Rate „Inability to belch“ (Unfähigkeit zu rülpsen) ausgehen, wobei nach unserer Erfahrung die publizierten 7 – 8% für die Toupet-Fundoplikatio zu hochgegriffen erscheinen.

Das neue EndoStim-Verfahren bietet möglicherweise eine Lösung zur Vermeidung der Fundoplikatio-typischen Nebenwirkungen!

Langzeitverlauf:

Die Operation ist als langfristige Lösung des Refluxproblems  gedacht. Dies funktioniert auch bei den meisten Patienten. Allerdings muss man mit mindestens 10% Rezidiven (Wiederauftreten von Refluxbeschwerden rechnen). Ursächlich hierfür ist in der Mehrzahl der Fälle ein Hiatushernienrezidiv (Wiedereröffnung des durch Naht verschlossenen Zwerchfellschlitzes).